Donnerstag, 1. Oktober 2020

Verspätet: Eine echt mexikanische Guayabera von Monitaly...

 

Vor fast einem Jahr bin ich online über eine Guayabera von Monitaly gestolpert - es war das letzte Hemd in einem Abverkauf, und nach einiger Recherche war klar, dass es die richtige Größe ist...

Die Guayaberas von Monitaly waren eine oder zwei Saisonen lang erhältlich, und wurden direkt in Mexiko bei der "Camiseria Canul" hergestellt, einer der traditionellsten Fertigungen überhaupt für diese Art von Hemd.

Danke noch einmal an Jason Jules (@garmsville) für den tollen Tipp!


Ich mag einfach den typisch südamerikanischen beziehungsweise "kalifornischen" Look der Guayaberas - und es gibt kein bequemeres Hemd für warmes oder heißes Wetter.

Doch, genug geschrieben:

 

Der Baumwollstoff ist wirklich interessant
- fast wie Leinen...

Die vier Taschen sind charakteristisch!

Fast alle Details sind aufwendig
gearbeitet - das unterscheidet
"echte" mexikanische Guayaberas
von günstiger China-Ware...


Samstag, 15. August 2020

Der Grund für die Pause...

 

Die Beitragspause hier in der Männergarderobe dauert nun schon länger als erwartet.

Es ist nicht so, dass es keine Themen oder keinen Wunsch mehr zu posten meinerseits gäbe - es fehlt im Moment schlicht und einfach die Zeit.

Wenn es wieder so weit ist, gibt es voaraussichtlich Beiträge zu einer original mexikanischen Guayabera, einer weiteren neuen Schweizer (Billig-) Uhr, zu neuen Sneakers, zu dem einen oder anderen kleinen Taschenmesser und zu meiner neu entbrannten Liebe zur Levi's 501 einer Ära, die unter Denim-Liebhabern nicht allzu "gesucht" ist.

Hier gibt es nämlich keine Selvedge-Kante, aber dafür umso mehr nostalgische Erinnerungen meinerseits:








Und weil ich es ausgesprochen cool finde, noch ein ganz spezielles Musikvideo:




Donnerstag, 14. Mai 2020

Longines Legend Diver 36mm - Ein Traum wird wahr...


Vor einiger Zeit habe ich über meine Leidenschaft für mechanische Uhren gebloggt... und darüber, dass mir zwei Uhren auf dem derzeitigen Markt der so genannten "Luxusuhren" besonders gut gefallen.

Eigentlich war ich schon soweit, diese Uhren als unerreichbaren Wunsch auf die ganz lange Bank zu schieben - doch dann hatte ich Geburtstag und wurde mit der Tatsache überrascht, dass eine Uhr für mich bestellt wurde, die aber noch nicht in Österreich angekommen wäre.

Womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte: die Uhr ist der Longines "Legend Diver" in der kleineren Variante von 36mm. Eine sehr klassische Größe, die ausgesprochen "vintage" ist, obwohl das Originalmodell von Longines aus den 1960er-Jahren eine sehr große 42mm-Uhr war.

Für mein schmales Handgelenk ist diese Größe schlicht perfekt!

Das Modell "Legend Diver" wurde 2007 als Hommage an ein eben "legendäres" Modell aus dem Jahr 1959 wieder aufgelegt und ist seit Herbst 2019 in einer kleineren Variante erhältlich, die sich im Wesentlichen nur durch die Größe vom originalen "Legend Diver" unterscheidet.

Das Modell von 1959 (mit der Referenz 7142, 100m wasserdicht) war eine der ersten Taucheruhren mit einem so genannten "Compressor-Gehäuse", wo die Wasserdichtigkeit mit Hilfe des Wasserdrucks erreicht wird. 1961 wurde das Modell verbessert (Referenz 7150) - das Uhrwerk wurde durch ein moderneres ersetzt und die Wasserdichtigkeit auf 200m erhöht. Eine Besonderheit dieser "Compressor-Uhren" war auch, dass die Lünette innen liegt und mit einer zweiten Krone bewegt wird.

Doch nun zum Essenziellen - den Fotos:




Der Stundenzeiger hat die Form einer Harpune!


Besonders gelungen ist der Boden mit dem Taucher.
Mir gefällt das besser als die beliebten Glasböden, bei
denen man in das Innere der Uhr sehen kann.


Band und Schließe sind ebenfalls ausgesprochen hochwertig.
Bei einer Wasserdichtigkeit von 300m ist auch ein Sprung in
den Swimmingpool kein Problem.







Fazit: die Uhr ist ein Traum, der wahr geworden ist. Trotz Stahlband leicht, angenehm zu tragen, und durch ihr vielseitiges Styling passend zu nahezu jedem Anlass!

Sportliche Eleganz im wahrsten Sinne des Wortes.




Ich möchte mich hiermit bei all jenen herzlichst bedanken, die diese Geburtstagsüberraschung möglich gemacht haben!






Montag, 4. Mai 2020

Neue Schuh: Stefano Branchini "Horsebit"-Loafers, Made in Italy!


Ich suche bereits seit Jahren nach vernünftigen "Horsebit"-Schlüpfern im Stil des klassischen Gucci-Modells von 1953. Bei Gucci hatte man damals die Idee, einen Teil des Zaumzeugs für Pferde als Zierde auf Schlüpfern zu verwenden. Ein neuer Schuh-Klassiker war geboren!

Mein Problem: entweder waren alle bisher von mir gefundenen Schuhe zu teuer, oder aber nicht mehr in meiner Größe erhältlich. Bis... März 2020.

Seit einigen Wochen besitze ich also nun Horsebit-Schlüpfer - Made in Italy von Stefano Branchini, einem Hersteller mit meist durchaus gewöhnungsbedürftigem Stil. Die Horsebits sind allerdings genau so, wie ich sie mir vorstelle:













Der Vorteil an dieser Art Schlüpfer ist, dass sie sowohl zu italienischen als auch zu klassischen Preppy- und Ivy League-Looks passen.

Chinos, Jeans, Shorts, leichte Wollhosen... (fast) alles geht.



Ich bin zufrieden!





Mittwoch, 22. April 2020

Levi's Vintage Clothing "Bay Meadows" Sweatshirt - ein "Casual Classic" nach Vorbild der 1930er-Jahre...


Einer der Klassiker, die man in seiner Garderobe meiner Meinung nach unbedingt besitzen sollte, ist das klassische Sweatshirt.

Doch, würde ich mich mit einem 08/15-Sweatshirt zufriedengeben?

Nein, natürlich nicht! Daher habe ich mich genau umgesehen und bin beim so genannten "Bay Meadows"-Sweatshirt von Levi's Vintage Clothing gelandet.

Dieses Sweatshirt hat seinen Ursprung in den 1930er-Jahren. Warum ist das für mich eigentlich so interessant? Nun, diese Sweatshirts waren damals noch eher neu am Markt. Der Schnitt und der Look von damals waren maßgeblich für alle Designs, die später folgten.

Abgesehen davon passen mir die Proportionen von Vintage-Schnitten einach besser - modern geschnittene Kleidung ist mir meistens im Körper und den Ärmeln einfach zu lang... das Bay Meadows hingegen sitzt perfekt:



Das eingesetzte "V" - hier vorne UND hinten -
zeigt dem Kenner, wie gut das Sweatshirt
verarbeitet ist. Es ist idealerweise aus demselben
Material wie das Bündchen und dient historisch
dazu, den Schweiß beim Aufwärmen aufzusaugen.

April 2020


Montag, 6. April 2020

Neue Schuh: New Balance 997H - ein Sportschuh-Klassiker...


Noch im späten Jahr 2019 hatte ich mir ein neues Paar "New Balance" bestellt...

Und zwar den 1990er-Klassiker 997H:









Diese New Balance sind ohne Mesh und hauptsächlich aus Leder, außerdem sitzen sie auch sehr gut. Ich mag sie.




Sonntag, 22. März 2020

Was bedeutet eigentlich "klassische Herrenmode"?


In Zeiten der Selbstisolation mutet es seltsam an, sich über sartoriale Kleinigkeiten auszulassen...

Dennoch kam mir der Gedanke, doch einmal wieder einen Beitrag zu verfassen. Ich wollte schon länger einmal definieren, was "klassische Herrenmode" für mich bedeutet. Treibt man sich in diversen Stilforen oder ähnlichen Facebook-Gruppen herum, merkt man bald, dass "klassisch" - vor allem in Verbindung mit Schlagwörtern wie "Stil" oder "Gentleman" - oft verschieden ausgelegt wird.


Nadelstreifanzug aus dem Jahr 1949,
Krawatte aus den 1980er-Jahren, Hemd aus
den 1990er-Jahren, Stecktuch etwa 10 Jahre alt...


Für mich persönlich hat klassische Herrenmode zum Beispiel nur sehr wenig mit der Befolgung von angeblich unerlässlichen Regeln zu tun (die wirklich oft zitiert und meiner Meinung nach auch überstrapaziert werden). Wer dennoch eine Art Leitfaden benötigt, dem sei das mittlerweile selbst klassisch gewordene Buch "Der Gentleman" von Bernhard Roetzel ans Herz gelegt. Dieses Buch beleuchtet sehr übersichtlich und unterhaltsam eine Menge an Herangehensweisen und gibt Tipps - ohne dabei ein "Gesetzbuch" zu sein.




Doch, was bedeutet der Begriff "klassisch" nun für mich?

Meine Herangehensweise geht auf eine gewisse Art und Weise Hand in Hand mit der Philosophie des US-amerikanischen Modemachers Ralph Lauren.

Für ihn - oft als "Designer" bezeichnet (was er streng genommen nicht ist) - besteht eine perfekte Garderobe grundsätzlich aus "klassischen" Teilen. Gemeint ist damit nicht nur die Klassik im Sinne von "klassisch geschnittener Anzug", kombiniert mit Hemd, Krawatte, Hut und allem, was dazugehört, nein auch bei der Freizeitkleidung gibt es Klassiker... Allen voran Blue Jeans, aber auch Lederjacken, Kleidungsstücke, die vom Militär inspiriert sind (Parkas, Duffle Coats), Sport-Klassiker wie Sweatshirts, Strickwaren aus Großbritannien oder Italien, und noch viel, viel mehr.


Auch "klassisch": Rollhaube und College-
Jacke...

Mein Stil baut vor allem darauf auf, dass meine Anzüge, Sakkos und Hosen (inklusive Chinos und Jeans) grundsätzlich - obwohl aus verschiedenen Jahrzehnten stammend, so auch aus den meist als besonders stillos verunglimpften 1980er-Jahren - nicht zu weit oder zu eng geschnitten sind, nicht zu lang oder zu kurz sind, keine völlig irren Farben haben oder ganz einfach nur, dass nichts übertrieben wirkt. Ich orientiere mich an verschiedenen Stilepochen und versuche, passend zu kombinieren - ohne dabei zum Vintagefanatiker zu werden, der tagelang darüber sinniert, ob das Hemd vielleicht doch nicht passt, weil es keinem Schnittmuster der 1930er-Jahre folgt.


Anzug aus den 1980er-Jahren, klassisches Hemd
(Van Laack) von 2015, Krawatte aus den 1990er-Jahren
(Made in Italy), Gilet von 2016...

Ich mag insgesamt keine zu engen Jeans, keine Anzughosen, die an den Waden anliegen, oder Sakkos, die oberhalb vom verlängerten Rücken enden... Aber ob die Hose nun eine, zwei oder gar keine Bundfalten hat, eher schmal oder eher weit geschnitten ist, ob das Sakko zwei oder drei Knöpfe hat, das ist mir eher egal. Die Passform und Farbe sind mir dabei wichtiger, und ob mir die Kleidung insgesamt steht.

Abgesehen davon mag ich Freizeitkleidung. Ich halte absolut nichts davon, dass man nur dann "Stil hat", wenn man nie T-Shirts, Jeans oder Kurzarmhemden trägt, beziehungsweise Baseball-Kappen verabscheut, weil die "zu jungenhaft" wären.

In den allermeisten Situationen heutzutage (von geschäftlichen Terminen, Vorstellungsgesprächen oder Ähnlichem abgesehen) ist man mit guten Jeans (zum Beispiel Levi's 501), tollen klassischen Sneakers wie Converse All Stars oder eventuell Desert Boots, einem T-Shirt, das gut sitzt und das sichtbar gute Qualität vermuten lässt, gepaart mit einer Made in USA-Baseball-Kappe und Bausch & Lomb Ray Ban-Sonnenbrille womöglich besser gekleidet als mit eher langweiligem Sakko und grauer Hose plus Krawatte.

Stil gewinnt man durch Selbstbewusstsein und Authentizität - vor allem bei der Kleidung.


Ralph Lauren in einem Anzug, der sicher
in den 1980er-Jahren gefertigt wurde.
Mit den richtigen Accessoires sieht er
absolut zeitgemäß und stilvoll aus.
Quelle: Town and Country Magazine



Ich selbst kombiniere gerne verschidene
Freizeitklassiker, die auf den ersten
Blick nicht unbedingt zusammengehören:
Hier eine Barbour International mit einem
Militär-artigen (nach US-Vorbild) Zwischen-
futter von Polo Ralph Lauren,
Selvedge-Jeans, Clarks Wallabees und
einem Rollkragenpullover Made in Italy.






Mittwoch, 12. Februar 2020

Mechanische Uhren...


sind schon länger eines meiner Interessensgebiete.

In einigen meiner Beiträge habe ich bereits einige meiner Uhren vorgestellt:








Ich trage sie alle gern, aber aus praktischen Gründen verwende ich die Seikos am meisten (denn die sind wasserdicht und tendenziell nicht so empfindlich wie die 40 bis 60 Jahre alten Vintage-Uhren).

Ich spiele immer wieder mit dem Gedanken einer ausgesprochen tollen, hochwertigen Allround-Uhr, die ich mir einmal zu einem "runden" oder "halbrunden" Geburtstag wünschen möchte - doch das richtige Modell finden ist schwer. Marken mit einer meiner Meinung nach übertriebenen Preispolitik wie Rolex, Omega oder Tag Heuer sind mir mittlerweile weniger sympathisch, auch wenn die meisten Hersteller hochwertiger Uhren heutzutage ebenfalls immer weiter mit den Preisen hochgehen. Mechanische Uhren liegen voll im Trend.

Die einzigen Marken, die absolut stabil bleiben, sind Citizen und Seiko - hier liefert man immer wieder Spitzen Uhren zu wirklich guten Preisen... Auch Hamilton scheint halbwegs im Rahmen zu bleiben, genauso wie Mühle Glashütte, Tissot und Longines. Ausgesprochen interessant sind auch die Uhren von Bulova und Certina.

Und so habe ich zwei Uhren gefunden, die mir extrem gut gefallen. Besser als jede Seiko oder Citizen. Ich kann sie mir im Moment beide nicht leisten, aber wer weiß...:


Mühle Glashütte Terrasport II.
Viel sportliche Uhr um gutes Geld.
Eine Art Geheimtipp, wenn es um
Uhren im Fliegerstil geht. Allerdings
ein bisschen groß für mein
schmales Handgelenk (40mm).
Quelle: www.muehle-glashuette.de


Longines Legend Diver. Sehr groß (42mm),
aber mittlerweile in einer kleineren Größe (36mm) erhältlich.
Die kleinere Variante ist gleich groß wie meine Seiko Felduhr.
Und die passt mir fantastisch gut. Leider recht teuer,
aber noch nicht absurd...


NACHTRAG:

Nachdem ich mittlerweile den Longines Legend Diver besitze, gehört meine Seiko Glossy nun meinem Vater, der sie sehr mag. Meine Felduhr wird nunmehr meistens dann getragen, wenn ich den Legend Diver lieber zu Hause lasse - also zum Beipiel im Schwimmbad, beim Wandern, bei der Gartenarbeit...

 

 






Mittwoch, 11. Dezember 2019

Timberland 6-Inch Premium 640 Below Boots... ein neu interpretierter Klassiker!


Schon länger war ich auf der Suche nach klassischen 6-Inch Timberland Boots in der etwas schmäleren Weite "M" (hier in Österreich kaum zu bekommen), denn ich hatte solche in den 1990er-Jahren und habe sie irgendwann hergegeben, weil sie mir zu klein geworden waren.

Ich war von der Qualität bei Timberland seit der Auslagerung von Teilen der Produktion nach China und Vietnam durchaus enttäuscht, aber meine Authentic Moc Toe Boots und meine Authentic 3 Eye Classic Lug Moccasins halten sich fantastisch gut - diese sind aber auch in der Dominikanischen Republik gefertigt, wo Timberland immerhin seit den 1980er-Jahren produzieren lässt.

Beinahe wollte ich mir das Red Wing-Modell "Ice Cutter" besorgen, doch der Preis war mir bisher zu hoch - und dann hat die beste Ehefrau der Welt mir bei einer Online-Aktion Timberland Boots in der richtigen Weite bestellt...

Das Modell "6-Inch Premium 640 Below" ist sozusagen die perfekte Mischung aus dem klassischen Timberland 6-Inch Premium Boots und dem Outdoor-Klassiker "Super Boots". Und, sie ähneln den Red Wing Ice Cutters sehr.

Statt der thermoplastisch angebrachten Timerland-Sohle ist eine Lederzwischensohle per maschineller Zwienaht angebracht, und als Abschluss dient eine rutschfeste Vibram-Profilsohle:










Das Innere der Schuhe ist mit einer 400g Primaloft-Isolierschicht gefüttert - das heißt, kalte Füße sollten auch kein Problem mehr darstellen.

Dazu trage ich gefütterte Jeans, Parkas, Pullover und Wollhauben. Freizeitlooks für's kalte Wetter.



Die Weihnachtsmärkte können kommen!