Donnerstag, 18. Juli 2013

Ein verspäteter Beitrag zur Männergarderobe im Hochsommer



Sommerkleidung heißt für viele einfach nur kurze Hosen und Flip-Flops, am besten gepaart mit einem T-Shirt. Auch für mich war das viele Jahre lang die einfachste, weil bequemste Lösung für heiße Tage (abgesehen von meinem Arbeitsplatz, an dem viele Kollegen zumeist dem "Strand-Surfer-Look" frönen - ich hingegen nie, auch wenn ich könnte).

Seit ein paar Jahren habe ich Kleidunggstücken wie dem Kurzarm-Hemd, dem T-Shirt, Polo-Shirt oder der kurzen Hose zwar nicht abgeschworen, aber ich achte darauf, etwas klassischer und erwachsener gekleidet zu sein - man ist ja nicht ewig 20 Jahre alt!

Und so kommt es, dass ich mit diesem Post ein paar Anregungen geben möchte, wie denn die Männer-Sommergarderobe etwas spannender und erwachsener aussehen kann, ohne den Focus auf "leicht, luftig und bequem" zu verlieren...

Meine bevorzugten Lederschuhe (für Tage unter 30 Grad Celsius, daüber versuche ich, Lederschuhe zu vermeiden) sind allesamt leichte Schuhe mit dünner Sohle oder zumindest leichtem Sohlenmaterial. Ich trage auch gerne Sandalen, natürlich ohne Socken! Die Penny-Loafer werden ebenfalls gerne ohne Socken getragen:



"Red Brick"-Sohlen und Sohlen aus Schaum-Material
sind für den Sommer reserviert



Dünne, geklebte Sohlen oder Penny-Loafer beziehungsweise
Sandalen gehören auch zum Frühjahr und Sommer



Für formelle Anlässe (Einladungen zu Hochzeit, Taufe oder ähnlichen Anlässen) habe ich dann noch schwarze Lederschuhe, die doch etwas leichter sind als das Schuhwerk für den Rest des Jahres:



Die rauhledernen Schuhe ganz rechts sind eigentlich schon zu informell -
jedoch sehr leicht und angenehm bei sehr hohen Temperaturen.




Ist einmal die 30 Grad Celsius-Grenze überschritten, bevorzuge ich Kurzarmhemden, Polo-Shirts, T-Shirts und kurze Hosen in Form von Bermuda-Shorts... Dazu passen sehr gut Sandalen oder aber auch Schuhe im Espadrilles-Stil. Enttäuscht von "klassischen" Espadrilles (genau die Schuhe, die in meiner Jugend gern im Italien-Urlaub als "Espandrillos" billig gekauft wurden, aber in Wien dann nicht mehr lang überlebt haben) entdeckte ich voriges Jahr "Rivieras Leisure Shoes" und "Flossy Style Plimsolls". Beide Marken haben es sich zur Aufgabe gemacht, vernünftige, straßentaugliche Schuhe im Espadrilles-Stil (angelehnt an Schuhe, die in Spanien an der Riviera bereits in den 1950er-Jahren modern waren) zu produzieren:



Linkes Bild: Flossy Plimsolls & Rivieras;
rechts: Rivieras zu Bermudas im Urlaub



Und so möchte ich diesen heutigen Eintrag mit ein paar weiteren Impressionen zum Thema "Männergarderobe im Hochsommer" schließen...



Für laue Sommerabende in der Wiener Innenstadt...




30 Grad Celsius!




Dienstag, 16. Juli 2013

Und noch einmal... Nu Shoes Day! Chelsea Boots der Schuhmanufaktur Alt Wien

"Alt Wien" Chelsea Boots mit Vibram/Dainite-Sohle (die perfekte Gummisohle für Herbst und Winter). Hergestellt in England (Northampton) bei "Crockett and Jones"... Ein zeitloser Klassiker, meines Erachtens nach extrem vielseitig verwendbar. Von formellen Anlässen in Anzug oder sogar Smoking bis zum "Herumstreunen" in Jeans.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Punkt :)

Die obligatorischen Bilder will ich euch allerdings nicht vorenthalten!









NACHTRAG:

 


November 2013

Dezember 2015



Freitag, 12. Juli 2013

"Nu Shoes Day" - Sanders Hi Tops oder "Playboys"

Ich muss heute einfach etwas posten, das so gar nichts mit dem mittlerweile doch in Wien angekommenen Sommer zu tun hat (der nächste Eintrag wird sich damit wohl etwas näher beschäftigen). Ich habe heute - nach einer langen "Reise" und einigen Missverständnissen sowohl auf Seiten der österreichischen Post als auch der britischen Royal Mail - endlich Schuhe bekommen, die ich schon vor einigen Monaten einem guten Bekannten aus Staines Upon Thames in der Nähe von London abgekauft habe. Kaum getragen und in einer eher ungewöhnlichen Farbe, nämlich "Loden Green": so genannte Sanders "Playboys", bei Sanders selbst "Hi Tops" genannt.

Diese Art von Schuh wurde in den 1930er-Jahren vom britischen Schuherzeuger "Hutton of Northampton" auf den Markt gebracht und erfreute sich schon bald großer Beliebtheit. Von der Art her ein "Chukka Boot" (nicht zu verwechseln mit den grundsätzlich ungefütterten, leichteren und deutlich kurzlebigeren "Desert Boots", die auch erst viel später von Clarks entwickelt wurden), bekam dieser Schuh eine dicke Kreppsohle verpasst, die im Winter sehr gut kälteisolierend wirkt. Auch der Tragekomfort wird durch die dämpfende Wirkung und die Flexibilität des Krepp erhöht. Hutton gab dem Modell den Namen "Playboy" - es gab sowohl Halbschuhe, als auch Chukka Boots. Heutzutage gehören die Modellrechte einer skandinavischen Firma (Hutton musste in den 1970er-Jahren Konkurs anmelden), die mittlerweile wieder zumindest den Halbschuh nach originalen Vorgaben aus den 30er-Jahren herstellt:



Original "Playboy" Shoe



Der wohl berühmteste Träger dieser Art von Schuh war wohl Steve McQueen. Er trug solche Schuhe von wahrscheinlich verschiedenen Herstellern (so wurden ähnliche Schuhe außer von Hutton unter anderem nicht nur von Sanders, sondern auch von Tricker's hergestellt) die gesamten 1960er-Jahre hindurch - nicht nur privat, sondern auch in einigen seiner Filme, so auch in "Bullitt":




Quelle: http://stevemcqueenstyle.blogspot.co.at


Steve McQueen am Set von "Bullitt".
Quelle: http://jimsturgessonline.com/forum



Und so kann ich kaum den Herbst erwarten, um dann auch meine "Playboys" auszuführen...











Trotz der dicken Sohle wirkt der Schuh nicht plump
- er ist auf einem sehr schmalen Leisten gefertigt



"Loden Green" - sehr gelungen!


Übrigens - dieses Modell von Sanders ist in Wien nicht zu bekommen - warum, konnte mir noch niemand genau erklären :)

Bis zum nächsten Mal!


NACHTRAG:



März 2014