Dienstag, 17. Januar 2017

Alpha Industries N-3B 'Explorer' Parka... Der Abschluss eines Winterthemas!


Wie in meinem Parka-Beitrag vor einigen Wochen bereits erwähnt, schien meine Faszination und Begeisterung für diese Art Winterjacke ein Ende zu haben, als ich sehr günstig einen Holubar "Deer Hunter"-Parka erstehen konnte. Doch der hat sich ja leider als Reinfall erwiesen.

Nun bin ich nach wie vor extrem zufrieden mit meinem Jack Wolfskin-Parka, sowohl was sein Aussehen betrifft, als auch funktionell - jedoch, ab Temperaturen unter -5°C oder bei starkem eisigen Wind hält er einfach nicht richtig warm. Es sei denn, ich trage einen dicken Norweger-Pullover drunter, unter dem noch ein Merino-Rollkragen ist und zusätzlich Thermo-Unterwäsche...

Der Holubar-Parka hingegen war zwar nicht extrem warm, aber doch deutlich wärmer als mein geliebter Jack Wolfskin. Also hatte ich ein wenig Blut geleckt, ich wolle doch noch einen coolen, warmen Parka. Auch wenn ich bei kalten Temperaturen nicht erfroren wäre, ich besitze zum Glück auch einen Innenlamm-Mantel ;) (das ist aber nicht dasselbe).

In  meinem früheren Beitrag nur am Rande erwähnt wurde ein US-Militärparka, der doch sehr viele Fans hat und regelrechten Kultstatus genießt: der N-3B "Extreme Cold Weather"-Parka, auch "Snorkel-Parka" genannt. Vor einigen Jahren wollte ich schon einmal einen solchen, und irgendwie ist mir diese Idee vor etwa zwei Wochen wieder gekommen. Es war sehr kalt draußen...

1947 als "N-3 Extreme Cold Weather"-Jacke für Fliegerbesatzungen eingeführt, die in wirklich kalten oder arktischen Regionen operieren, erfuhr der Parka während der 1950er-Jahre zwei Überarbeitungen - zunächst als "N-3A"-Modell und schließlich 1959 als "N-3B"-Modell, das bis heute in mehr oder weniger derselben Ausführung produziert wird (über die Jahrzehnte ging die ursprüngliche Ausstattung mit Echtfellbeatz verloren, seit den 1960er-Jahren wird fast ausschließlich Kunstfell verwendet).




Barksdale Air Base 1960.
Die Kapuze dieses frühen N-3B-Parkas
ist offenbar mit Wolfsfell umrahmt.


Angeblich gibt es mindestens zwei Hersteller, die schon seit damals einen Vertrag mit der US-Armee haben, um (unter anderem) diesen Parka herzustellen. Der eine heißt Spiewak, der andere Alpha Industries.

Alpha Industries ist bei weitem der bekanntere Hersteller, besonders durch seine MA-1-Interpretation berühmt geworden - aber auch wahrscheinlich deshalb, weil die für zivile Zwecke hergestellten Jacken von Alpha wesentlich authentischer aussehen und auch günstiger zu bekommen sind. Wie die Leser meines Blogs ja wissen, besitze ich schon eine Bomberjacke von Alpha, mit der ich sehr zufrieden bin.

Langer Rede, kurzer Sinn - ich habe einen auf dem N-3B-Parka basierenden "Explorer"-Parka von Alpha erstanden und ich bin ziemlich angetan davon:


"Zivile" Alpha-Parkas halten angeblich
von 0°C bis minus 30°C warm,
militärische bis minus 50°C.
Mir war bei minus 14°Cjedenfalls nicht kalt,
obwohl ich nur ein T-Shirt und
einen Rollkragenpullover
anhatte.

Der (abnehmbare) Webpelzbesatz an
der Kapuze ist gelinde gesagt mächtig!

Den Aufnäher am rechten Arm hätte ich
nicht unbedingt gebraucht, er stört mich aber
auch  nicht besonders.



 
Jänner 2017



Ich glaube, die Faszination für diese Winterjacken wird nie wirklich ein Ende  haben - aber im Moment bin ich einfach sehr zufrieden!



NACHTRAG:




Jänner 2017