Samstag, 13. April 2013

Ein Kuriositäten-Projekt mit Wurzeln in den 1960ern: der "kragen- und reverslose" Blazer Teil 1

Mein heutiger Blog-Eintrag beschäftigt sich mit einer Kuriosität, die schon einmal in den 1960er-Jahren "in" war, und die gerade heuer wieder aufzukommen scheint: der kragen- und reverslose Herren-Blazer.

Vor einiger Zeit blätterte meine Frau in einer alten Ausgabe der "Burda" (sie hatte vor drei Jahren die gesammelten Ausgaben des Jahres 1965 gut erhalten in einem Altwarengeschäft billig erstanden). Da dort nicht nur Damen- und Kindermode zum Nachschneidern, sondern auch Herrenmode zu finden ist, schaute ich interessiert zu -und siehe da, folgendes Bild erregte unser gemeinsames Interesse:






Freizeitsakko aus leichtem Fresko.
Quelle: BURDA, Ausgabe Mai 1965


Ein eher seltsamer Blazer, aber durchaus charmant - daraus könnte man ja vielleicht etwas machen. Zunächst war die Idee, den Schnitt - es ist ein einfacher Sakko- (= englisch "sack") Schnitt ohne vordere Abnäher, wie er vor allem in den USA als "traditionell" gilt - mit einem Revers zu versehen und vielleicht ein sportliches, unstrukturiertes Sommersakko zu machen. Doch dann stolperte ich über diese alte Seite aus einem Sears-Roebuck-Katalog, vermutlich aus dem Jahr 1965:



In der Mitte der "reverslose" Blazer,
im typisch amerikanisch gewordenen "sack cut"
- ziemlich interessant! Quelle: Sears Roebuck


Weitere Recherchen im World Wide Web brachten mich zur Sommerkollektion 2013 von "Brioni" - offenbar hatte man bei Brioni diesmal ins Jahr 1965 geschaut - die Ähnlichkeit zum Sears-Blazer ist sicher nicht nur reiner Zufall...:



Quelle: Brioni Lookbook 2013



Quelle: Brioni Lookbook 2013

Ich wurde in der Folge durch weibliche Weisheit davon überzeugt, dass ein reversloser Sommerblazer wohl ein eher außergewöhnliches, aber dennoch sehr charmantes Kleidungsstück wäre. So soll es also sein.



FORTSETZUNG FOLGT!







Outlet-Funde: Schnäppchenjagd, diesmal für den Fühling

In der Osterwoche war ich mitsamt Frau und Kind im Burgenland bei den Eltern meiner Frau eingeladen - etwa fünf Autominuten von Parndorf entfernt, wo ja das "McArthur Glen Designer Outlet" beheimatet ist... Nun, weitestgehend enttäuscht (warum, möchte ich vielleicht einmal in einem anderen Post behandeln), wagten wir uns in Geschäfte, die uns bei bisherigen Besuchen eher nicht so interessiert hatten - zum Beispiel in das Outlet von "Mustang Jeans", ein Geschäft, in dem man wahrscheinlich einige Tausend Jeans zur Auswahl hat...

Was soll ich sagen? Bilder sprechen mehr als 1000 Worte:





Eine ähnliche Jean - es war eine Levi's 501
- hatte ich bereits vor 21 Jahren


Des Weiteren wagten wir einen Abstecher in das gleich daneben gelegene, kaum frequentierte "Villaggio", wo ein sehr basisartiges "2. Wahl-Outlet" des renommierten Hosenherstellers "Brax" mein Interesse geweckt hatte... Ich muss sagen, die Hosen dort waren allesamt kaum fehlerhaft, welcher Fehler an welcher Hose zu finden ist, wird mit Hilfe eines angehefteten Zettelchens akribisch beschrieben - und zu guter Letzt waren zwei Hosen (Originalpreis € 99,--) für insgesamt € 50,-- zu haben... Nun ja, einmal mehr: Bilder!




Hier kann man gut den Zettel mit der "Fehlerangabe" erkennen






Das Material ist offenbar eine Mischung aus
"Kapok" (eine seltene Naturfaser) und Baumwolle
- extrem leicht und angenehm...






Brax gehört neben Hiltl wohl zu den besten
Konfektionsherstellern von Hosen weltweit...




Nun, dies ist diesmal nur ein kleiner Zwischendurch-Beitrag, denn das nächste Thema folgt sogleich! Bis dann, viel Spaß beim Lesen...

P.S.:

Auf in den Frühling!

NACHTRAG:



Perfekt zu Seersucker...