Sonntag, 28. Februar 2016

Die Schalkrawatte - Top oder Flop?


Viele Jahre lang war sie eine Art Tabu für mich - vereinbar höchstens mit einer Art "Jason-King-Stil" oder sehr konservativ orientiertem Dandy-Tum:






Die Schalkrawatte.



Alle meine Schalkrawatten - ich habe so einige davon - stammen von meinem Vater, der in den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren diese sehr gern zu Tweed-Sakkos getragen hat...

Grund für die Renaissance und das Umdenken meinerseits bezüglich dieses klassischen, sportlich-eleganten Halstuchs war das oben abgebildete Hemd von "Arrow". Dieses gefällt mir zwar farblich sehr gut und steht mir auch, aber der Kragen wollte mir weder offen noch mit Krawatte so richtig gefallen...

Also habe ich spontan probiert, wie das Ensemble denn mit Schalkrawatte aussehen könnte - und siehe da, ich war positiv überrascht:








Von da an kam - und kommt - es immer öfter vor, dass ich Schalkrawatte trage...

Wie sich Geschmäcker ändern können!






Freitag, 19. Februar 2016

Ich bin süchtig...


...nach Chukka Boots beziehungsweise Desert Boots! Diesmal in einer Art himbeer-weinrot, von:


Das Modell heißt "Morgan" und wurde in Portugal her=
gestellt. Die Iberische Halbinsel ist generell sehr bekannt
für die Herstellung von sehr guten  Rauhlederschuhen.

Farbige Desert Boots sind seeeeehr "Mod"...

...denn in den 1960er-Jahren war es in London große
Mode, helle Desert Boots bunt einzufärben.





Der erste Gedanke, dass diese Schuhe möglicherweise gar nicht einfach zu kombinieren sind, ist bereits verflogen - Jeans, Schnürlsamthosen, Chinos in braun, beige, grau, dunkelblau...

Es gibt eine ganze Menge an Kombinationsmöglichkeiten, und bald kommt ja der Frühling... da passt die Farbe dann besonders gut!


NACHTRAG:




Februar 2016




Montag, 8. Februar 2016

Der Grund, warum ich diesen Blog eröffnet habe...


...ist ganz einfach: mir macht es Spaß, über meine Sichtweisen zu (Männer-) Kleidung zu schreiben, und es macht mir auch Spaß, Erfahrungen, die ich bei Kleidungsexperimenten gemacht habe, weiterzugeben.

Ich denke, ich habe weder den perfekten Stil 'gepachtet', noch denke ich, dass ich besser angezogen bin als andere - ich glaube aber, dass ich durchaus Anregungen und Inspriationen weitergeben kann - genauso, wie ich selbst immer wieder Anregung und Inspiration in anderen Stilblogs finde...

Im Prinzip geht es um nicht mehr und auch nicht weniger.

Tatsache ist, Stil ist ein Gesamtkonzept und lässt sich nicht an Hosenweite, der Art der Schulterkonstruktion des Sakkos (es gibt in der Tat Menschen, die glauben, dass eine so genannte "Spalla Camicia" die höchste Kunst der Schneiderei darstellt - jeder ernsthafte Schneider kann und wird darüber nur lachen!) oder der bevorzugten Schuhmarke ablesen (es muss nicht immer "Alden of New England", "Allen Edmonds", "Edward Green" oder "Crockett & Jones" sein...


Spalla Camicia - neapolitanische "Hemdenschulter".
Quelle: http://www.pinguimo.com/another-spalla-camicia/

Pagodenschulter oder "Hollywood"-Schulter.
Besonders beliebt in den 1940ern.
Heutzutage geradezu verpönt unter
Mitgliedern diverser "Stilforen".
Quelle: http://parisiangentleman.co.uk

Marcello Mastroianni. Der Inbegriff neapolitanischer Eleganz,
hier in "Hochzeit auf Italienisch" - auch ohne Spalla Camicia...


Stil ist Authentizität und ein lässiger, niveauvoller Umgang miteinander, aber auch angemessene, passende und trotzdem noch immer bequeme Bekleidung.

Aus ebendiesen Gründen mag ich Blogs viel lieber als "Stilforen" - Foren, die einen speziellen Stil verfolgen (zum Beispiel "Film Noir Buff / Talk Ivy" oder "Modculture") weitgehend ausgenommen, denn hier geht es um sehr zielgerichtete Stile, die einen gemeinsamen Nenner haben.

In diesem Sinne: ich hoffe, so manch einer, der hier immer wieder hineinschaut, mag auch, was ich poste!


Ich mag es meistens :) 

 

 
Jänner 2016