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Dienstag, 3. Dezember 2019

Gloverall Portland Duffle Coat - ein neu interpretierter Klassiker!


Als ich im Winter 2012 mit dem Männergarderobe-Blog begonnen habe, hatte einer der ersten Beiträge meinen Gloverall Duffle Coat aus dem Jahr 1991 zum Thema...

Zwischendurch hatte ich einen Duffle Coat von Barbour - der war nicht schlecht, aber am Ende doch kein Vergleich mit Gloverall.

Ich besitze ja auch den Litchfield Car Coat von Gloverall und kann daher sagen, dass die Qualität über die Jahrzehnte (im Gegensatz zu anderen Marken) nicht nachgelassen hat.

Nun, durch einen glücklichen Zufall konnte ich heuer einen Gloverall Duffle sehr günstig erstehen, der dem originalen Monty Duffle sehr ähnlich ist.

Das Material ähnelt sehr der berühmten toskanischen Casentino-Wolle, und ich finde den Mantel ausgesprochen gelungen:










Im Gegensatz zu einem "klassischen" Monty ist innen ein Chambray-Futter vernäht, und die Ärmel sind mit einem seidenartigen Futter gefüttert... Das erhöht den Komfort vor allem über Sakkos getragen.

Der Duffle ist außerdem sehr leicht und etwas kürzer als die traditionelleren Modelle, aber er ist vom Schnitt her nicht zu schmal und auch nicht zu kurz.

Ich bin zufrieden!




Freitag, 7. Dezember 2012

Duffle Coat Time - wenn der Winter Einzug hält...


Es ist hier in Österreich wieder einmal soweit - der Winter ist (endgültig) da! Im Dezember, wenn die Tage immer kürzer und die Nächte immer länger werden und der erste Schnee fällt, ist es Zeit für einen All-Time-Klassiker... den Duffle Coat!

Es ist schon ein wenig her - genau gesagt, 21 Jahre - dass ich von meinen Eltern einen Duffle Coat für den Winter bekommen hatte, und was war ich stolz darauf! Es war nämlich kein "normaler" Duffle, nein... es war ein "Original Gloverall Duffle Coat"! Aus irgendeinem Grund mussten damals diese Mäntel dunkel sein, ich kann mich an niemanden erinnern, der Anfang der 90er-Jahre einen beigen Duffle Coat trug... Und so war meiner auch in dunkelblau gehalten:




Zur Geschichte des Duffle Coat gibt es einiges zu berichten:

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in Großbritannien ein Mantel für die Marine entwickelt, der während des ersten Weltkriegs vorwiegend bei U-Boot-Besatzungen Anwendung fand. Er war übergroß geschnitten (damit er über die Uniform passt), hatte eine Kapuze, einen Schulterkoller als Nässeschutz und spezielle Knebelverschlüsse, die auch bei großer Kälte mit Handschuhen geöffnet werden konnten. Später wurde er im zweiten Weltkrieg bereits nicht nur von der Marine, sondern auch von Offizieren gern getragen, denn er war warm, praktisch und durchaus charmant. So war auch Feldmarschall Montgomery ein bekennender "Fan" des Duffle Coat.  Aus diesem Grund wird der militärische Duffle Coat auch gerne "Monty" genannt.

Nach dem zweiten Weltkrieg räumte die British Navy ihre Lager und gab massenweise Duffle Coats an die Not leidende Bevölkerung ab. Das war der Beginn des "zivilen" Siegeszugs des Mantels, der auch als "Convoy Coat" oder "Duffer Coat" bekannt wurde. Irgendwann während der 50er Jahre konnte die Nachfrage wohl nicht mehr befriedigt werden und  die Firma "Gloverall" begann, ihre eigene Version davon zu produzieren - den "Original Gloverall Duffle Coat Made in England". In den 60er Jahren waren diese Wintermäntel dann in den USA unter College-Studenten extrem beliebt, an so genannten "Preparatory Schools" gehörten sie zur Schuluniform, in Europa trugen sie vor allem die revoltierenden Studenten in Paris - Stoff genug für einen ausgewachsenen Kult-Status!



Der Klassiker von Gloverall...

Die originalen Lederschlaufen waren nach 20 Jahren kaputt -
die Seilschlaufen, die mein Schneider angebracht hat, sehen verdammt gut aus!