Sonntag, 16. Dezember 2012

Colour up your life... Farben im Winter!

Die meisten von uns Männern tragen ihr Leben lang "unauffällige" Farben... vor allem im Herbst und im Winter. Irgendwie ist das auch nachvollziehbar, je weniger Sonnenlicht zu sehen ist, desto grauer uns trister erscheint uns der Alltag. Das reflektiert sich dann auch in der Kleidung - und so sehen die meisten, wenn sie allmorgendlich ins Büro oder in "die Bude" fahren, ab spätestens November etwa so aus:


Bloß, warum bunte Farben nur im Sommer? Es gibt viele Möglichkeiten, auch im Winter bunte Kleider zu tragen, ohne gleich wie ein Papagei oder ein neureicher Schnösel auszusehen... und es macht Spaß, wenigstens an sich selbst ein wenig Lebensfreude zu sehen - ganz abgesehen von den positiven Rückmeldungen der Mitmenschen, die sich gerade in der "grauen" Jahreszeit auch an ein wenig Farbe freuen!

 

Ich muss zugeben, ich mag zwar durchaus Elemente des "Preppy"-Stils oder auch des so genannten "Sloane Ranger"-Stils (beide Stile - der eine amerikanisch, der andere britisch - bevorzugen neben Tweed und Cord auch pastellige, farbenfrohe Hosen, Hemden und Pullover), allerdings der dazugehörige Lebensstil passt gar nicht zu mir - meine kleidungstechnische "Heimat" ist eher italienisch. Schon als ich ein Jugendlicher war, gehörten Pullover und Cardigans von "Benetton" zu meinen Lieblingsstücken. Und wie wir wissen, war dieser "Benetton"-Stil seit jeher sehr farbenfroh, vor allem auch bei den Winterkollektionen... "United Colors of Benetton"! Benetton wurde wiederum - wie die meisten italienischen Hersteller, die seit den 60er-Jahren am Markt sind - maßgeblich vom amerikanischen "Ivy League"-Stil beeinflusst.

"Ivy League" ist eine Art Sammelbegriff für den typischen, britisch beeinflussten Stil, der von New York (genauer vom legendären Herrenausstatter "Brooks Brothers") aus zu einer Art "Tracht" für die ganze amerikanische Ostküste wurde und in den späten 50er Jahren via Hollywood und Werbung einen Siegeszug durch die ganze Welt machte (so ist zum Beispiel George Peppard in "Breakfast at Tiffany's" zu 100 Prozent in diesem Stil gewandet, aber auch Anthony Perkins in "Psycho" trägt solcherlei Gewand). Mehrere amerikanische Designer, so auch Ralph Lauren und Tommy Hilfiger haben ihre Ursprünge sozusagen im "Ivy League"-Stil, machten später aber eine Art Variante - den bereits genannten "Preppy"-Stil - zu ihrem Hauptangebot.

Ich selbst liebe sowohl den britischen, als auch den italienischen Stil - und meine geheime Liebe gehört schon seit längerer Zeit eben dem Ivy League (oder auch "Natural Shoulder")-Stil. Und da es hier wie dort auch immer bunte Hosen und Pullover gibt, freut es mich, auch im Winter einiges an Farbe zu tragen - wie zum Beispiel hier am Tag der Weihnachtsfeier meiner Arbeitsstätte:


Hemd: Daniel Hechter, Krawatte ? (Made in Italy),
Gürtel: H&M, Hose aus Moleskin-Twill: Hiltl




Socken von Falke, Schuhe von "Antica Cuoieria"



Pullover aus Wolle und Seide von Zara



Sakko: "H&H Menswear" (Österreich)


Einige Tage später dann diese Kombination:

Hemd: Jupiter, Gürtel: Peek Performance,
Hose aus Baumwolltwill: Hiltl


Cardigan: Trussardi Jeans



Die Kappe ist billigst
erstanden bei H&M,
die Jacke trägt das Label
"Tommy Hilfiger Denim"



Noch ein Vorschlag mit grün... 


Jacke: G-Star Raw, Hemd & Gürtel: Lands' End, Schal:
Vintage Benetton, Handschuhe:
Handschuh-Peter, Socken: Burlington (by Falke),
Schuhe: D'Ambrosio



Für all jene, die Angst haben, "zu bunt" und auffällig auszusehen, gibt es folgenden Tipp: immer nur ein Teil bunt, den Rest eher gedeckt halten - und nach Möglichkeit nur maximal drei Farben verwenden... und schon kann es losgehen!




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